|
Dass man
so wenig wie möglich mitnimmt, versteht sich bei einem Motorrad-Urlaub fast
von selbst. Eine Jeans, ein dicker Pulli und ein paar T-Shirt – mehr lässt
der begrenzte Platz in den Motorradtaschen oder im Topcase ohnehin nicht zu.
Doch einfach rein in die Packtasche und ab? Besser nicht! Mit dem Gepäck
verändern sich der Schwerpunkt der Maschine, das Kurven- und Lenkverhalten
und auch der Bremsweg.
10-Punkte-Checkliste
- Das zulässige Gesamtgewicht der Maschine (steht im Fahrzeugschein)
darf nicht überschritten werden.
- Verwenden sie nur Packtaschen und Seitenkoffer, die ihrem Maschinentyp
entsprechen. Beladen Sie beide Seiten gleichmäßig, aber jeweils nur bis
zur Höchstgrenze: meistens 10 Kg pro Tasche. Tipp: Achten Sie beim Packen
darauf, dass schwere Gegenstände ganz unten liegen, die mittelschweren
darauf und die leichten ganz oben.
- Legen Sie schweres Gepäck möglichst nah an den Schwerpunkt der
Maschine, zum Beispiel in den Tankrucksack.
- Achten Sie darauf, dass Taschen und andere Gepäckstücke gut befestigt
sind – nichts darf rutschen oder flattern.
- Bringen Sie das Gepäck so an, dass Ihre Bewegungsfreiheit nicht
eingeschränkt ist. Sonst wird's auf längeren Strecken nicht nur
ungemütlich, sondern auch gefährlich.
- Die schweren Sachen gehören ganz unten in den Tankrucksack, das
restliche Gepäck oben drauf. Beladen Sie so, dass Lenkeinschlag und freie
Sicht auf die Instrumente nicht beeinträchtigt werden.
- Packen Sie ihre Sachen zum Schutz gegen Regen am besten in
Plastikbeutel.
- Belasten Sie das Motorrad gleichmäßig. Das heißt: Verteilen Sie Ihre
Gepäck so auf die Seitentaschen, dass sie gleich schwer sind. Entlasten
Sie das Vorderrad nicht zu sehr – sonst besteht die Gefahr, dass Sie vorne
abheben.
- Für leichtes Gepäck verwenden Sie am besten einen kleinen
Tourenrucksack, der das Fahrverhalten kaum beeinträchtigt.
- Passen Sie Federvorspannung und -dämpfung an das höhere Gewicht an.
Bei viel Gepäck und schneller Fahrt gilt als Faustregel: den Reifendruck
um 0,2 bar erhöhen. Genaues dazu finden Sie in der Betriebsanleitung
Tipp: Eine Probefahrt vor der Reise zeigt, wie sich das
Fahrverhalten mit der Ladung verändert |